Erste Tipps

STIPATOR FRANCORUM

Die Heimfahrt/Autofahrten

Für die Heimfahrt erhalten sie von uns eine bereits längere Zeit vom Rudel benutzte Decke,

damit ihr Welpe auf der Fahrt und im neuen Heim einen vertrauten Geruch bei sich hat.

Die neue Bezugsperson sollte den Welpen auf der Heimfahrt auf seinen Schoss nehmen bzw. neben sich sitzen lassen. Weiterhin sollte der Welpe auf der Fahrt sein Halsband tragen, damit sie bei einem Zwischenstopp den Welpen mit der Leine Gassi führen können (ein Welpenhalsband und eine kurze Leine geben wir mit).

Bei künftigen Autofahrten achten sie bitte darauf, dass der Hund einen festen Platz hat und nicht herumrutscht. Vorsichtshalber sollten sie ihn vor der Fahrt nicht füttern. Auch sollten die ersten Fahrten, wenn möglich nicht zu lang sein und mit etwas Positivem z.B. Besuch der Welpenschule, Ausflug in den Wald etc. verbunden sein.

 

Das neue Zuhause

Lassen sie ihrem Welpen Zeit, sein neues Zuhause zu erkunden, damit er sich mit allem vertraut machen kann. Nehmen sie sich Zeit für den Welpen. Loben sie ihn ausgiebig, wenn er alles erkundet und sich nicht ängstlich zeigt. Diese ersten Eindrücke sind für den Welpen sehr wichtig und sollten mit möglichst vielen angenehmen und positiven Situationen verbunden sein.

 

Vermeiden sie in den ersten paar Tagen Besuche. Ihr Welpe muss sich erst an sie und sein neues Zuhause gewöhnen.

 

Bedenken sie bitte, dass Ihr Welpe in eine total fremde Umgebung ohne Geschwister und Mutter gesetzt wird. Wenn möglich, lassen sie ihn in den ersten Nächten in ihrer Nähe schlafen, denn es gibt nichts Schlimmeres für den Welpen als das Gefühl zu haben, allein gelassen zu sein. Schläft der Welpe bei ihnen im Obergeschoß, so müssen sie ihn zumindest bis zum Alter von 6 Monaten die Treppe hoch und vorallem runtertragen (die Gelenke werden insbesondere beim Runtergehen stark belastet).

Damit er tagsüber nicht versucht, die Treppe hochzusteigen, sperren sie die Treppe ab (sie schonen damit die Hüften und Gelenke). Sind sie berufstätig, sollten sie wenigstens 2-3 Wochen Urlaub haben, damit der Welpe sich richtig an die Familiengemeinschaft gewöhnen kann.

 

Schlaf- und Fressplatz

Der für den Welpen vorgesehenen Liege- und Schlafplatz sollte ausschließlich ihm gehören. Er sollte dort nicht gestört werden. Gerade Kindern sollte man dies von Anfang an klar machen, dass auch der Hund eine Ecke braucht, wo er sich zurückziehen kann.

 

Auch der Fressplatz muß von Anfang an dem Hund gehören. Hier müssen Kinder angewiesen werden, dass der Hund beim Fressen nicht angefasst wird oder ihm etwas weggenommen werden darf. Selbstverständlich können die Kinder ihm in Ihrem Beisein die Schüssel geben.

Wenn sie die Schüssel hinstellen, pfeifen sie auf der von uns mitgegebenen ACME 210,5. So verknüpft Ihr Welpe das Positive (Essen) mit dem Ton und sie werden ihn auch in anderen Situationen leicht zu sich rufen können (beim Kommen immer mit Leckerlie belohnen).

Stubenreinheit

Beobachten sie Ihren Welpen, sobald er anfängt im Zimmer zu suchen und Kreise zu ziehen, muss er sein "Geschäft" erledigen.

Junge Hunde müssen immer sofort nach dem Fressen, Schlafen oder Spielen auf ihren Löseplatz gebracht werden. Am besten zu Anfang den Hund hochnehmen und hinaustragen. Welpen können ihren Schließmuskel erst ab etwa der 12. Woche kontrollieren. Es ist nur durch Aufpassen zu schaffen, dass das Geschäft dort erledigt wird, wo sie es wünschen. Hier ist ihre Aufmerksamkeit wichtig. Loben nicht vergessen, wenn er es richtig macht. Bei Strafen könnte der Hund Angst bekommen und sein Geschäft überhaupt nicht mehr in ihrer Anwesenheit verrichten.

 

Alleinbleiben

Natürlich muss der Hund lernen, auch mal alleine zu Hause zu bleiben. Am besten nutzt man die Zeit, wo er müde ist, z.B. nach dem Spaziergang oder nach dem Spielen. Wenn man das Haus verlässt, ihm etwas zu Fressen geben (z. B. Büffelhautknochen oder dgl.) oder auch einen Karton oder ähnliches zum Kaputtmachen. Die Zeit des Alleinbleibens sollte erst nur sehr kurz sein und dann allmählich gesteigert werden.

Aber achten sie darauf, dass der Hund in dieser Zeit nicht etwas anstellen kann, was ihm gefährlich werden könnte (z.B. Kabel durchbeißen). Sollte ihr Welpe eine Vorliebe für ihr Tischbein zeigen, so gibt es ungefährliche aber wirksame Mittel diese Teile einzusprühen (z.B. Bitter Apple).

 

Spazieren gehen/Spielen

Es ist ganz klar, dass sie mit Ihrem Kleinen zu Anfang nur ganz kurze, dann dem Alter entsprechend weitere Spaziergänge unternehmen werden. Auf diesen Spaziergängen kann der Hund so nach und nach die große weite Welt erkunden. Sinnvoll ist es, immer ein paar Leckerlies zu haben, um den Hund an unerwartete Situationen heranzuführen oder ihn z.B. durch ein Leckerlie zu sich zu rufen. Wenn Sie den Welpen bzw. später den Junghund von der Leine nehmen, sollten sie ihm von Anfang an beibringen, dass er zu ihnen kommt, wenn Sie ihn rufen und dann natürlich immer das Loben, durch Worte bzw. Leckerlie oder auch Spielzeug usw. nicht vergessen. Aber nicht heranrufen und dann immer anleinen, da der Hund dann irgendwann nicht mehr zu Ihnen kommt (der Welpe verknüpft das Herkommen mit dem negativen Anleinen).

Es ist ganz wichtig, nicht nur auf die grüne Wiese zu gehen, sondern ihren Hund überall, wo es irgendwie geht mitzunehmen. Gehen sie mit Ihrem Hund in die Stadt, Fahrstuhl, Bus, Straßenbahn, in Geschäfte, über Brücken, nehmen sie ihn mit zu Besuchen bei Freunden usw.. Auf jeden Fall den Hund in Ihrer Begleitung mit vielfältigen Umweltsituation vertraut machen.

Sollte er sich in irgendeiner Situation ängstlich zeigen, sollte man den Hund nicht trösten. Nehmen sie sich Zeit, damit Ihr Liebling die unbekannte Situation selbst auflösen kann. Hier sollten Sie durch Ihre Körperhaltung, aufmunternde Stimme dem Hund zeigen, dass die Situation normal ist. Wenn er dies meistert, natürlich Loben.

 

Die Lernfreudigkeit des Welpen wird durch Spiel mit den Wurfgeschwistern und später dann mit fremden Artgenossen und besonders aber auch im Spiel mit Menschen befriedigt. Durch Spiel können und müssen die grundlegenden Wesensveranlagungen des Welpen optimal gefördert werden. Spiel ist die wichtigste Grundlage für das Vertrauen zwischen Mensch und Hund.

 

Natürlich sollte dem Hund Gelegenheit gegeben werden, nicht nur mit ihnen sondern auch mit anderen Hunden zu spielen (Achtung klären, ob der andere Hund geimpft ist). Am besten sind hierfür natürlich die Welpenspielstunden geeignet. Aber auch mit Hunden, die uns auf dem Spaziergang begegnen, kann man spielen. Allerdings sollte hier vorher abgeklärt werden ob der andere Hund verträglich ist. Gerade bei einem Welpen kann ein Hund der dem Kleinen keine Chance lässt viel Negatives hinterlassen (entgegen vieler Gerüchte gibt es keinen Welpenschutz).

Auch die Dauer des Spiels sollte nicht ins unermessliche ausgedehnt werden. Immer darauf achten, dass der Welpe bzw. Junghund nicht überfordert wird (siehe auch Kapitel Belastbarkeit).

 

Welpenschule/Erziehung/Ausbildung

Hier darf es keine Kompromisse geben: antiautoritäre Erziehung ist besonders bei einem so großen und kräftigen Hund völlig unangebracht!

 

Es ist sehr sinnvoll eine gut geführte Welpenschule zu besuchen. Hier wird ihnen geholfen, das Verhalten Ihres Hundes besser zu verstehen und nicht reparable Erziehungsfehler zu vermeiden. Es wäre schön, wenn sie mit Ihrem Welpen eine Welpenschule des RZV mit strukturiertem 10-Punkte Programm besuchen können. Hier sind geschulte Ausbilder, die sich speziell mit den Besonderheiten der Rasse Hovawart auskennen.

Auch ist es sinnvoll später mit seinem Hund auf dem Hundeplatz zu arbeiten, da der Hovawart, der ja zu den Gebrauchshunderassen zählt, nichts schöner findet, als wenn man sich mit ihm durch Arbeit, sei es Fährte, Unterordnung, Schutzdienst, Turnierhundesport oder dgl. beschäftigt.

 

Beginnen sie jedoch bereits am ersten Tag damit, Ihrem Welpen zu zeigen, was erlaubt ist und was nicht. Darf er z.B. nicht auf Ihre Couch, lassen sie ihn vom ersten Tag an nicht hinauf. Er würde es nicht verstehen, wenn er dies als Welpe darf und als erwachsener Hund nicht mehr (Dies macht sie in den Augen Ihres Hundes unglaubwürdig). Verwenden sie immer dieselben Kommandos und Gesten, auch wenn sich Ihr Welpe noch nicht davon beeindrucken lässt. Später weiß er dann genau, was das eine oder andere Wort bedeutet.

Geben sie ihrem Hund nichts, wenn sie selbst am Tisch essen. Er würde sonst zukünftig immer in Erwartungshaltung sabbernd vor ihnen sitzen und sie mit seinen treuen Augen anbetteln.

 

Die Mutterhündin verbietet Ihren Kindern etwas Unerlaubtes, indem sie den Welpen an der Genickhaut mit den Zähnen packt und schüttelt. Wir Menschen können dies mit der Hand nachahmen, solange es sich noch um einen Welpen handelt. Also mit der Hand am Genick nehmen und schütteln und "Pfui" dazu sagen. Eine solche Strafe muss aber sofort kommen und nicht eine halbe Minute später, denn dann weiß Ihr Welpe nicht warum.

Mit Schlagen erreichen sie bei Ihrem Welpen dagegen nichts, außer dass der Hund dadurch verstört und handscheu wird. Wer will schon gerne einen ängstlichen, zurückweichenden Hund.

 

Welpen neigen dazu, alles zu fressen, z. B. Steine, Dreck etc. Sie sollten dies von Anfang an unterbinden. Es könnte einmal etwas dabei sein, was ihrem Hund das Leben kosten kann. Auch sollten sie daran denken, in Ihrem Garten kein Gift zu verwenden, das Ihr Hund erreichen und fressen könnte. Beachten Sie auch, dass einige Pflanzen (Fingerhut, Eibe, Tujas, Goldregen, grüne Teile von Kartoffeln und Tomate..) giftig für Hunde sind.

 

Welpen raufen gerne im Spiel mit ihnen. Besonders solange noch das Milchgebiss vorhanden ist, ist es mitunter recht schmerzhaft, wenn er z. B. ihre Hand erwischt. Jungtiere haben noch kein Gefühl beim "Zubeißen". Wird die Rauferei mit ihnen zu wild, unterbrechen sie das Spiel sofort z. B. mit dem Wort "Schluss".

Denken sie immer daran, dass man Hunde und Kinder nicht unbeaufsichtigt mit einander spielen lässt.

 

Gesundheit

Innerhalb der 1. Woche bei ihnen sollten sie Ihren Welpen dem Tierarzt vorstellen. Der Hund soll diesen Ort ungezwungen kennenlernen und ihn nicht gleich mit negativen Erfahrungen (wie z.B. Blutabnahme…) verknüpfen. Dabei auch gleich die Entwurmung und Impfung besprechen.

 

a) Entwurmung

Der Welpe wurde bei uns 3 x entwurmt. Beachten sie, dass der Welpe jeweils vor dem Impfen (ca. 3 Tage vorher) entwurmt werden muss, jetzt also kurz vor der 12. Lebenswoche. Danach wieder mit ca. 6 Monaten, 9 Monaten und dann jährlich 1-2 x, auf jeden Fall aber vor der jährlichen Schutzimpfung.

Auch sollten sie später immer wieder einmal den Kot von Ihrem Hund anschauen. Bei Unregelmäßigkeiten, die mehr als 2-3 x auftreten (z.B. Durchfall) den Tierarzt befragen.

 

b) Impfungen

Durch regelmäßige Impfungen ist der Hund vor sechs Infektionskrankheiten geschützt (Staupe, Hepatitis; Zwingerhusten, Parvovirose, Tollwut und Leptospizose). Der Welpe hat seine 1. Impfung im Alter von ~8 Wochen beim Züchter erhalten. Mit 12 Wochen sollte die nächste Impfung erfolgen - 3 Tage davor eine Entwurmung.

Bitte beachten sie, dass die Tollwutimpfung nicht vor der 12. Lebenswoche erfolgt. Auch sollte man daran denken, dass die Impfung SHLP und Tollwut nicht zusammen erfolgen.

Besprechen Sie dies alles genauestens mit Ihrem Tierarzt.

Denken Sie also unbedingt an den nächsten Impftermin.

Und dann natürlich immer an die jährlichen Impfungen denken.

 

c) Zahnwechsel

Der Zahnwechsel erfolgt ca. im Alter von 3-6 Monaten. Während dieser Zeit sollte auf keinen Fall Tauziehen mit Lappen oder dgl. erfolgen. Ohrenansatz von hinten nach vorne massieren, da der Hund bei Zahnschmerzen den Behang nach hinten zieht.

 

d) Gebiss

Gebiss von Zahnstein freihalten. Unbedingt üben, dass der Hund sich das Gebiss kontrollieren lässt und auch in Anwesenheit fremder Personen die Zähne ansehen lässt. Bei Verletzungen der Zähne unbedingt zum Tierarzt.

Der Zahnwechsel erfolgt mit ungefähr 4 Monaten. Wenn sie merken, dass ihr Welpe in dieser Zeit seine Ohren stark zurückzieht, ist das ein Zeichen von Verspannungen durch den Zahnwechsel. Massieren sie kräftig dagegen an, um Fehlstellungen des Behangs zu vermeiden.

Unterlassen sie während des Zahnwechsels intensive Zerrspiele mit ihrem Hund.

 

e) Durchfall/Erbrechen

Ein einmaliges Erbrechen oder Durchfall muss nicht unbedingt auf eine Krankheit hindeuten, da Hunde sich nicht lange mit Problemstoffen belasten. So kann ein einmaliges Erbrechen auf zu große Portionen, unverdauliche Reste usw. hindeuten. Wenn ihr Hund sich aber immer wieder übergibt oder auch mehrmals Durchfall hat, sind dies Anzeichen für eine Erkrankung.

Bei Verdauungsstörungen hat sich bei uns das rein pflanzliche Präparat Stullmisan (PZN 0901116) bewährt.

 

f) Zecken

Eine Zecke auf keinen Fall mit Öl oder Kleber behandeln,

sondern mit einer Zeckenzange oder noch besser einem

Zeckenhaken. Die Zecke muss mit der Zeckenzange oder

auch den Fingernägeln langsam herausgedreht werden.

Dabei darauf achten, dass der Kopf mit rauskommt.

Beim jungen Hund auf keinen Fall ein chemisches Mittel

zur Vorbeugung benutzen. Empfehlenswert ist auch

Chrysanthemen-Extrakt (z.B. Al Faras).

 

g) Pflege

Den Hund nie baden. Bei Bedarf nur mit klarem Wasser abspülen (Bauch und Nierenpartie besonders gründlich abtrocknen).

Alle 1-2 Wochen bürsten; bei Haarwechsel öfter (Bürste oder Striegel).

 

h) Augen

Falls sich morgens Sekretreste im Augenwinkel finden, entfernen sie diese mit einem weichen Papiertuch.

 

i) Ohren

Kontrollieren sie regelmäßig die Innenseite der Ohrmuscheln. Falls diese nicht sauber sind, reinigen sie sie mit einem weichen Tuch. Niemals selbst den Gehörgang mit Wattestäbchen oder Ähnlichem reinigen, dies ist bei Notwendigkeit eine Aufgabe für den Tierarzt.

 

j) Pfoten

Untersuchen sie ab und zu den Zustand der Fußballen und der Zehenzwischenräume.

Wenn sie im Schnee und auf salzgestreuten Wegen waren, spülen sie die Pfoten gründlich ab. Das Salz setzt sich zwischen die Zehen und es können sehr schnell Wunden und Ekzeme entstehen. Entfernen sie bei Spaziergängen im Schnee die vereisten Schneeklumpen zwischen den Zehen.

 

k) Allgemeines

Bitte überlasten sie Ihren Welpen nicht - seine Knochen sind noch nicht voll ausgebildet.

Vermeiden Sie:

  • Treppensteigen
  • Überspringen von Hindernissen
  • Jogging
  • Fahrradtraining
  • am Anfang zu lange Spaziergänge
  • Langes Toben mit älteren Hunden (Toben mit anderen Hunden abbrechen, wenn Welpe ermüdet.)

 

Solange es möglich ist, sollten sie Ihren Hund die Treppen hoch- bzw. runtertragen und ins Auto heben.

Ab ca. 1 Jahr kann langsam mit Jogging oder Fahrradfahren mit dem Hund begonnen werden

 

Prägephase

Die Prägungsphase erstreckt sich ca. bis zur 16. Woche. Der Hund nimmt in dieser Zeit so schnell auf und lernt so schnell wie nie wieder in seinem Leben, Positives wie aber auch Negatives. Diese Prägungsphase sollte daher in bestmöglicher Weise zur Wesensförderung des Welpen genutzt werden.

 

Alles was ihm bis zum Ende der 16. Lebenswoche nachhaltig widerfährt, prägt ihn für die Dauer seines ganzen Lebens. Ein Hund, der keine Angst hat, ist ein Idiot. Er kann aber durch seine Neugier Angst überwinden. Er braucht dazu die Sicherheit der Umgebung und von ihnen und die Zeit zum selbständigen Erkunden.

Wenn ein Welpe Angst zeigt, ihn nicht streicheln und trösten, das wäre Belohnung für sein Verhalten. Die Angst ignorieren, ihm Ruhe und Zeit lassen, damit er sich selber mit dem Objekt auseinander-setzen kann. Nur wenn der Welpe/Junghund sich gar nicht (auch nach einiger Zeit) an das gefürchtete Objekt herantraut, mithelfen, indem sie z.B. mit Leckerlie das Objekt interessant machen und er die Angst überwinden kann. Zeigen sie ihm, dass sie keine Angst vor der Situation oder einem Gegenstand haben und gehen sie zügigen Schrittes darauf zu. Angstzustände werden oft bewusst oder unbewusst belohnt, was zu einer Verstärkung führt. Ein gut aufgebauter Hund verkraftet Negativerlebnisse viel besser.

Wichtig ist der tägliche Kontakt zu Menschen, vor allem auch das Vertrauen zu Fremden.

 

Fütterung

  • Immer frisches Wasser (jedoch nicht zu kalt) hinstellen.
  • Darauf achten, dass der Hund nicht abgehetzt ist, z. B. durch Spielen, Spazierengehen wenn er trinkt. Den Hund immer erst etwas zur Ruhe kommen lassen.
  • Ein Loben durch "Leckerlie" ist nicht verkehrt. Jedoch geben Sie nicht zuviel Leckerbissen nebenher (ohne, dass Ihr Welpe/Junghund etwas "geleistet" hat) Ihr Welpe wird sonst verwöhnt und verweigert zumindest einen Teil seines normalen Futters.

Wenn möglich Mahlzeiten immer zur gleichen Zeit geben.

  • bis ca. 5 Monate: 4 x füttern
  • bis ca. 7 Monate: 3 x füttern
  • ab ca. 7 Monate: 2x oder 3x füttern (am besten beibehalten, da dann die Futtermenge auf einmal nicht so groß ist und die Gefahr von Magenverdrehungen minimiert wird)

 

Auch Hunde lieben Abwechslung so kann man öfters mal abwechselnd Nudeln, Reis, Obst, Joghurt, Hüttenkäse, Honig, Öl ab und zu ein gekochtes Ei, Gemüse (Achtung nicht gewürzt) dem Futter beimischen.

 

Rohes Eigelb sollte wegen der Salmonellen-Gefahr nicht gegeben werden.

Besonders im Frühjahr bis Spätherbst sollten Sie 2-3 x die Woche eine Knoblauchzehe unters Futter mischen, da die in dieser Jahreszeit vorkommenden Zecken diese Ausdünstungen am Hund nicht mögen und ihn somit weniger befallen.

 

Niemals rohes Schweinefleisch (Aujetzky'sche Krankheit) und kein rohes Geflügel (Salmonellengefahr).

Knochen nur vom Kalb oder Rind

 

Fordern sie den Hund nach dem Fressen nicht zum Toben oder Spielen auf. Es droht die Gefahr der meist tödlichen Magendrehung.

 

Fressnapf nach jeder Mahlzeit reinigen. Nicht angenommenes Futter nach spätestens 10 Minuten wegstellen und bei der nächsten Mahlzeit die Ration um diese Menge verringern.

 

Gerade in der Aufzuchtphase haben sie es in der Hand, ob ihr Hund ein guter Fresser, ein mäkliger Fresser oder ein Bettelhund wird.

Die Mengen sollten nach Bedarf und Alter des Hundes angepasst werden. Die Mengenangaben auf den Futterverpackungen sind meist zu hoch (oft reichen 80% der angegebenen Menge). Achten sie darauf, dass ihr Hund nicht zu dick wird. Man muss beim Streicheln deutlich die Rippen spüren können.

Die wöchentliche Gewichtszunahme eines Hovis sollte rd. 900g betragen.

Die Größe des Hundes ist durch die Genetik festgelegt und nicht durch die Futtermenge. Eine zu schnelle Gewichtszunahme belastet das noch weiche Skelett und führt zu irreversiblen Schäden.

 

Sie können ruhig nach einigen Monaten die Futtersorte wechseln, damit sich ihr Hund nicht nur an eine Sorte gewöhnt. Futterwechsel sollte man langsam über mehrere Tage gestreckt durchführen.

Literatur

 

  • "Der Hovawart" von Doris Jung/Landbuch Verlag

(Eine allgemeine Lektüre zum Hovawart)

  • "Ratgeber für den Hundefreund" von Eberhard Trummler/Piper Verlag

(Ein "Muß" für jeden Hundebesitzer)

  • "Ausbildung in Bild und Praxis" von Paul Kufner, Deggendorf in Eigenverlag.

 

 

Wir wünschen ihnen viele, viele Jahre Spass mit Ihrem Hausgesellen. Und denken sie immer daran, wir würden uns sehr freuen, wenn sie in Kontakt mit uns bleiben und uns über die weitere Entwicklung ihres Hundes berichten könnten.

Auch wenn Sie Probleme haben sollten, können sie sich jederzeit gerne an uns wenden.

 

Ihr Hovawart-Zwinger

ex Stipator Francorum

© Hovawarte ex STIPATOR FRANCORUM